Zwölf Sammlungsstücke


Reklamationsbrief

Foto: © Sebastian Schiller - Im Umgang mit einem Kunden bedarf es einer gewissen Sensibilität; insbesondere wenn dieser unzufrieden ist. "Voraussetzungen für [das Entgegennehmen von Reklamationen] sind Menschenkenntnis, Takt und eine große Geduld sowie fachliche Qualifikation", ist hierzu in der Fach- und Verkaufskunde für Auszubildende im Schuheinzelhandel von 1987 nachzulesen.
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Volkseimer

Foto: © Sebastian Schiller - Eimer besitzen bis heute ihre ureigene Daseinsberechtigung. Dabei sind sie das geblieben, was sie immer waren: Aufbewahrungsbehälter und Transportmittel für Flüssigkeiten, Abfälle oder andere, lose Materialien; z.B. Wasser-, Müll-, Kohle-, Sand- oder auch Löscheimer. Eimer besitzen meist eine zylindrische oder schwach konische Form mit flachem, gelegentlich gewölbtem Boden und sind oben offen. Für ihre Herstellung wurden unterschiedliche Materialien verwendet.
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Orthopädische Schuhleisten

Foto: © Sebastian Schiller - Es ist durchaus immer wieder ein überraschender Anblick: Etwa 1.000 Schuhleisten hängen dicht gedrängt, paarweise an einer Schnur angebunden und an einem Nagel befestigt von den Wänden und Decken. Diese Leisten bildeten fast 40 Jahre die Vorlage für die Herstellung orthopädischer Schuhe der PGH Orthopädie (später Ring-Orthopädie GmbH) Finsterwalde. Nach dem Maßnehmen, dem Anfertigen einer sog. Trittspur (Blauabdruck) und eines Gipsabdruckes ist der Leistenbau der nächste Arbeitsschritt.
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Ladenröster

Foto: © Sebastian Schiller - Ende 1906 eröffnete im Erdgeschoss des Kaufmannshauses "Ad. Bauer's Wwe." die "Erste Finsterwalder Dampf-Kaffeerösterei mit Motorbetrieb". Das bereits reichhaltige Warensortiment wurde dadurch noch zusätzlich erweitert. In einem Seitenflügel wurde zu diesem Zweck ein sog. Ladenröster betrieben. Die rohen Kaffeebohnen wurden aus dem Warenspeicher im hinteren Teil des Hauses geholt, in dem sie zwischengelagert worden waren. Zahlreiche Anzeigen im Niederlausitzer Anzeiger warben für "feinste" Kaffee-Mischungen und "frische geröstete Kaffee's in bekannter Güte".
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Hoher Hamburger

Foto: © Sebastian Schiller - Große Kinderaugen werden einst begehrliche Blicke auf diese Glaskugel geworfen haben. Vermutlich wegen ihres Inhaltes, weniger wegen der schönen Form. Doch diese hatte es in sich: Bei Einwurf von 10 (Reichs-) Pfennig und einer Rechtsdrehung wurde eine kleine Handvoll von Haselnüssen aus der seitlichen Klappe im Sockel geworfen. Alles rein mechanisch und sehr stabil.
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Le Glyphoscope - Typ No. 1

Foto: © Sebastian Schiller - Ein Foto aus dem Jahr 1919 zeigt eine Frau in einem hellen Kleid und einer Kopfbedeckung. Offensichtlich etwas skeptisch betrachtet sie ein kleines, dunkles Kästchen, welches sie mit beiden Händen festhält. Sicher ist, dass es sich bei der Frau um die belgische Königin Elisabeth handelt. Lediglich überliefert ist dagegen, dass das kleine Kästchen ein Stereofotoapparat vom Typ "Le Glyphoscope" des Franzosen Jules Richard war.
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Kaviar-Dose

Foto: © Sebastian Schiller - Ohne Deckel wird dieses Sammlungsstück auf Nachfrage häufig als Schuhputzcreme-Dose erkannt. Mit Deckel ist das Rätsel dann aber schnell gelöst: Es handelt sich um eine Dose für "Feinsten Kaviar". Und gleichzeitig ist es das letzte erhalten gebliebene Inventarstück des Geschäftes "Ad. Bauer's Wwe.".
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Daguerre-Kamera

Foto: © Sebastian Schiller - 1839 wurde von Louis-Jacques-Mandé Daguerre ein Fotoapparat vorgestellt, der äußerlich einer camera obscura ähnelt und eine sog. Schiebekasten-Kamera ist. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen, dass es sich um die erste kommerziell hergestellte Kamera der Welt handeln sollte.
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Kombinierter Gas- und Kohlenherd

Foto: © Sebastian Schiller - Die Fa. Vosswerke AG (heute: VOS Schott GmbH) in Sarstedt südlich von Hannover gehörte zu den renomiertesten Herstellern von Öfen, Kochkesseln, Herden, Waschmaschinen, Heißmangeln. Das Vertriebsnetz der Firma war in der 30er Jahren offenbar so weit ausgebaut, dass sie auch die Eisenwarenhandlung A. Schlesinger in Finsterwalde belieferte.
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Ansichtskarte Gasthof Zschipkau

Foto: © Unbekannt - Eine kurze Episode aus dem Leben des späteren Historikers und Publizisten Golo Mann führte ihn nach Zschipkau (ab 1937 Schipkau). Dort absolvierte er ab Juni 1928 für wenige Monate ein Praktikum bei den Niederlausitzer Kohlenwerken. Vor Beginn des Wintersemesters in Berlin wollte er das Leben und die Arbeit der Menschen in einem Braunkohlenbergwerk kennenlernen.
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Zwei Kaffeeflaschen

Foto: © Sebastian Schiller - In den ersten Jahren der industriellen Revolution gab es vielerorts noch keine Firmen-Kantinen. So mussten die Arbeiter ihr Essen und ihre Getränke für die körperlich angestrengende Arbeit selbst mitbringen. Für die Frühstückspause waren die oft in Tageszeitungen eingewickelten Butterbrote und die mit einem Bügelverschluß versehenen Kaffeeflaschen gedacht.
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Emailreklameschild

Foto: © Sebastian Schiller - Für Kaffee wurde schon immer gerne geworben. Eines der bekanntesten Markenzeichen ist das Symbol für den koffeinfreien Kaffee der Firma HAG (Handels-Aktien-Gesellschaft). Der Entwurf stammt von dem Bremer Architekten und Gebrauchskünstler Eduard Scotland (Kürzel ES) und zeigt den Firmen-Schriftzug umgeben von einem roten Rettungsring.
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